Material:
Ein Snookertisch hat die enorme Größe von 3569mm x 1778mm! Die Kugeln sind mit einem Durchmesser von 52,5mm deutlich kleiner als die vom Poolbillard. Ein Snookerqueue besteht normalerweise aus Eschenholz und am Ende aus massivem Ebenholz.

Die wichtigsten Spielregeln:
Am Anfang eines Spieles (Frame genannt) werden die Kugeln wie in der nebenstehenden Zeichnung aufgebaut. Die Weiße Kugel ist der Spielball, nur er darf mit dem Queue gestoßen werden. Punkte werden erzielt durch das Versenken („Potten“) von Bällen. Dabei ist immer zuerst eine rote Kugel zu potten, erst dann darf der Spieler eine beliebige andersfarbige Kugel versenken. Der nichtrote Ball wird dann auf die Position zurückgelegt, die er in der Anfangsstellung (siehe rechts) hatte. Ein Spieler erhält ebenfalls Punkte, falls sein Gegner Fehler macht (etwa nicht die beabsichtigte Kugel trifft, Spielball fällt in eine Tasche oder vom Tisch, (etc.). Dieses zu provozieren, indem man dem Gegner die weiße Kugel in einer Position hinterläßt, in der er auf direktem Weg die zu treffende Kugel nicht mehr anspielen kann, nennt man „einen Snooker legen“. Am Ende des Spieles, wenn alle 15 roten Kugeln vom Tisch sind, sind die farbigen Bälle in der Reihenfolge gelb, grün, braun, blau, pink und schwarz zu versenken.

Das Spiel:
Warum wohl sprechen Kenner von Snooker als dem “Schach auf grünem Kammgarn-Tuch”? Hier ist nämlich die richtige Taktik mindestens so wichtig wie die perfekte Handhabung des Queue. Das Risiko bei einem Pottversuch über große Entfernungen ist sehr hoch. Bei einem Fehlversuch ist die Gefahr dem Gegner zu Punkten zu verhelfen groß. Entweder direkt durch ein Foul, oder dadurch, daß man
ihm ein gute Gelegenheit hinterläßt Punkte zu erzielen. Oft genug ist es da cleverer, einen “Snooker
zu legen”, die weiße Kugel also so zu spielen, dass der Gegner mit der Situation nichts anfangen kann.

Fair-Play:
Dem britischen Anspruch an ein faires Spiel dokumentieren schon die Spielregeln. Sie sehen vor, daß
der Gegner(!) auch Schiedsrichter ist, falls ansonsten keiner da ist. So ist es z.B. für alle Snookersportler eine Selbstverständlichkeit, ein eigenes Foul, das sonst niemand bemerkt hat, zu melden.

Die Spieler:
Trainingsfleiß, Ehrgeiz und Sinn für Fair-Play machen den Spieler aus. Ansonsten gibt es Spieler aus fast allen Schichten der Gesellschaft und jeden Alters.

Turnierkleidung:
Vom optischen Eindruck her kann man ein Snookerturnier mit der Generalversammlung der deutschen Kellnergewerkschaft verwechseln, da schwarze Hose, Hemd, Weste und Fliege(!) Pflicht sind.

Punktewerte: 
 

rot 1
gelb 2
grün 3
braun 4
blau 5
pink 6
schwarz 7